Musiklexikon: Was bedeutet Griffbrett?

Griffbrett (1882)

Griffbrett heißt bei den Streichinstrumenten, Lauten, Guitarren etc. das auf den oberen abgeplatteten Teil des Halses aufgeleimte, schwarz gebeizte oder aus Ebenholz gefertigte Brett, auf welches der Spieler beim Verkürzen der Saiten diese mit dem Finger fest andrückt. Bei den Instrumenten, deren Saiten gerissen [gezupft, angeschlagen] werden, sowie bei den älteren Violen (Gamben etc.) ist das Griffbrett (der Kragen) in Bünde eingeteilt, welches das Treffen der rechten Tonhöhe erleichtern. [Riemann Musik-Lexikon 1882, 342f]

Griffbrett (1882)

Griffbrett heißt das dünne, schmale Brettchen, das bei Streichinstrumenten, der Laute, Guitarre und den ähnlichen Instrumenten auf dem Halse so aufgeleimt ist, dass die Saiten darüber hingehen und mit den Fingern der linken Hand auf dasselbe gedrückt werden können, um auf diese Weise den vibrierenden Teil der Saite so viel zu verkürzen, als nötig wird, um den geforderten Ton zu erzeugen. [Reissmann Handlexikon 1882, 177]

Griffbret (1802)

Griffbret [sic], nennet man das Stück abgerundetes Holz, welches bei den Geigenarten und bei denjenigen Saiteninstrumenten, bei welchen die Saiten mit den Fingern der linken Hand verkürzt werden, auf den Hals des Instrumentes angeleimt ist und über einen Teil des Sangbodens [Resonanzbodens] hinab reicht. Es dient dazu, dass die darüber liegenden Saiten mit den Fingern auf dasselbe aufgedrückt, ihr klangbarer Teil dadurch verkürzt und also Verschiedenheit des Tones in Ansehung der Höhe und Tiefe hervorgebracht werden kann. [Koch Musikalisches Lexikon 1802, 684]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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