Musiklexikon: Was bedeutet Hackbrett?

Hackebrett, Cimbal (1840)

Hackebrett, Cimbal, franz. timpanon, ital. saltero und salterio tedesco; ein uraltes, bekanntes, jetzt aber nur noch bei der Tanzmusik der niedern Volksklasse gebräuchliches Schlaginstrument, in Gestalt eines Trapetiums. Es war der Vorgänger der Klavierinstrumente und besteht aus einem viereckigen hölzernen Rahmen mit einem Boden und einer Resonanzdecke, auf welcher Drahtsaiten 2- oder 3-chörig auf hölzernen gedrehten Stegen (oder Docken) ruhen, welche mit zwei hölzernen, auf der einen Seite mit Tuch oder Leder bezogenen Klöppeln geschlagen werden. Es enthält gewöhnlich 3 Oktaven. [Gathy Encyklopädie Musik-Wissenschaft 1840, 189]

Cymbal, Hackbrett (1882)

Cymbal,

  1. (Hackbrett) der Vorfahr des Klaviers, welch letzteres nichts als ein Cymbal ist, das mittels einer Klaviatur geschlagen wird (Klavicymbal). Der Name Cymbal ist in seiner italienischen Form Cembalo auf das Klavier übergegangen und war bis Ende des vorigen Jahrhunderts [Ende des 18. Jh.] sehr verbreitet.
  2. In der Orgel eine gemischte Stimme von sehr kleinen Dimensionen, wie Scharf (siehe Acuta).

[Riemann Musik-Lexikon 1882, 188]

Hackebret, Cimbal (1802)

Hackebret [sic] oder Cimbal, ist ein bekanntes Schlaginstrument, dessen man sich anjetzt gemeiniglich nur noch bei der Tanzmusik der niedern Volksklassen bedient. Es besteht aus einem hölzernen Rahmen mit einem Boden und mit einer Sangdecke, auf welcher die Drahtsaiten zwei- oder dreichörig auf Docken oder gedrehten Stegen ruhen, die mit zwei hölzernen Klöppeln geschlagen werden. Es erhält sich noch hier und da bei der Tanzmusik wegen seines rauschenden und ausfüllenden Tones. Von der Tanzmusik feinerer Zirkel ist es schon längst ausgeschlossen. [Koch Musikalisches Lexikon 1802, 711f]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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