Musiklexikon: Was bedeutet Chordae essentiales?

Chordae essentiales (1865)

Chordae essentiales, principales (sc. Modi), die wesentlichen Saiten (Töne) der Tonart, nämlich die Intervalle des tonischen Dreiklangs, Grundton, Terz und Quint. Der Grundton heißt Chorda finalis (Endton), die Terz Chorda medians (vermittelnd) und die Quint dominans (herrschend). [Dommer Musikalisches Lexicon 1865, 161]

Chordes essentielles, chordæ essentiales (1732)

Chordes essentielles d'un Mode (gall.), chordæ essentiales Modi (lat), wesentliche Saiten eines Modi. Hierdurch werden die drei Saiten oder Klänge einer jeden triadis harmonicæ gemeinet, deren erste oder unterste, chorde finale (gall.), chorda finalis (lat.), der Endigungs-Klang; die mittlere, chorde mediante (gall.), chorda medians (lat.), der vermittelnde; und die oberste, chorde dominante (gall.), chorda dominans (lat.), der herrschende Klang heißet, weil er der oberste unter diesen dreien Klängen ist. Z. B. c-e-g, d-f-a. [Walther Musicalisches Lexicon 1732, 160]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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