O (1929)
O, (italienisch) "oder", z. B. Violino o Flauto. (lateinisch) die Interjektion O; speziell die Antiphonen zum Magnificat der neun dem Weihnachtsfest vorangehenden Tage (Antiphonia majores), welche mit O beginnen (Les O de Noël). Kreis...
Rubrik: O (Abkürzungen) / Riemanns Musiklexikon 1929
von Alfred Einstein · Published 13. Dezember 2025
O, (italienisch) "oder", z. B. Violino o Flauto. (lateinisch) die Interjektion O; speziell die Antiphonen zum Magnificat der neun dem Weihnachtsfest vorangehenden Tage (Antiphonia majores), welche mit O beginnen (Les O de Noël). Kreis...
Null (0), in der Generalbassschrift so viel wie tasto solo, d. h. Anweisung, keine Akkorde zu greifen, sondern die Bassstimme nur unisono oder in Oktaven mitzuspielen. In Gottfried Webers Harmoniebezeichnung (bei einem kleinen Buchstaben)...
Pseudonym, so viel wie angenommener Name, Deckname (Nom de guerre, Nom de plume), unter welchem Schriftsteller oder Komponisten ihre Werke veröffentlichen. Pseudonyme, die im Lexikon häufiger vorkommen, sind z. B. La Mara (Marie Lipsius),...
Rubrik: Fundamentalbass / Riemanns Musiklexikon 1929
von Alfred Einstein · Published 5. Dezember 2025
Fundamentalbaß [heutige Schreibweise: Fundamentalbass] (Basse fondamentale) heißt bei J.-Ph. Rameau die Folge der ideellen Grundtöne der Harmonie. Der leitende Gedanke Rameaus, durch Zurückführung aller leitereigenen Akkordbildungen auf wenige Grundakkorde die Logik der Harmoniefolge aufzudecken,...
Füllstimmen im mehrstimmigen Tonsatz Stimmen, welche nicht melodisch zusammenhängend behandelt sind, sondern nur nach Bedürfnis die Harmonie vervollständigen (Gegensatz: Melodiestimme, Grundstimme (Bass), konzertierende Stimmen). In der Orgel heißen die Hilfsstimmen (Quintstimmen, Terzstimmen, Mixtur, Kornett...
Doigter (französisch), Fingersatz (siehe dort). [Einstein/Riemann Musiklexikon 1929, 413]
Rubrik: Kammersinfonie / Riemanns Musiklexikon 1929
von Alfred Einstein · Published 2. Dezember 2025
Kammersinfonie Instrumentalform der "Neuen Musik", gleichermaßen hervorgegangen aus dem Streben nach gesteigerter Polyphonie und intimerem Ausdruck. Das erste Beispiel der Gattung hat Schönberg mit seiner Kammersinfonie für 15 Soloinstrumente (Wien 1907) gegeben, die bei...
Kalkant (von lateinisch calx, "Ferse"), so viel wie Bälgetreter der OrgeL [Einstein/Riemann Musiklexikon 1929, 852]
Jongleur (vom lateinischen Joculator, "Possenreißer", altfranzösisch Joglar, Jougleor, "Gaukler"). Die fahrenden Spielleute des frühen Mittelalters, besonders die bretonischen, sind für die Musikgeschichte von großer Bedeutung, weil sie die Melodien von Land zu Land trugen....
Paralleltonarten heißen diejenigen Dur- und Molltonarten, welche gleiche Vorzeichen haben. Konstruiert man die Molltonart mit Molloberdominante (reines Moll), so ist die Parallelität der Tonarten vollständig, d. h. sie unterscheiden sich [in akustisch reiner Stimmung]...
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