Quintenzirkel (1840)

Quintenzirkel; die Entwicklung unseres Ton- und Tonartensystems durch die Aufeinanderfolge des Verhältnisses 2:3, oder der Durchgang durch alle 24 Tonarten aufwärts durch die Quinte (c g d a usw.); abwärts durch die Quarte (c f b es usw.) heißt er Quartenzirkel. Da man nun auf diese Weise - aufwärts durch die Kreuze, abwärts durch die Been - alle Tonarten gleichsam im Kreise durchläuft und (nach unsrer Temperatur) mit der zwölften Quinte oder Quarte wieder in die Tonart zurückkehrt, von welcher man ausgegangen, so ist diese Folge Zirkel genannt worden.

Ein solcher Zirkel zeigt uns nicht allein die Vorzeichnung sondern auch die auf- und absteigende Verwandtschaft der Tonarten:

Quintenzirkel (Gathy 1840)

Von C laufen die Tonarten aus, rechts die mit Kreuzen, links die mit Been, welche beide bei fis oder ges enharmonisch ineinander übergehen. [Gathy Encyklopädie Musik-Wissenschaft 1840, 374]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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