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Parlando (1929)

Parlando (parlante, italienisch, "sprechend"), bezeichnet eine der schnellen Rede nahekommende Vortragsweise beim Singen mit ganz leichter Tongebung. Das Parlando spielt besonders in der komischen Oper eine wichtige Rolle, ist aber etwas vom Rezitativ durchaus...

Parlando, parlante (1882)

Parlando (parlante, italienisch, "sprechend") bezeichnet eine mehr rezitativische Singweise, bei welcher die Resonanz der Vokale wie beim Sprechen vorn an den Zähnen genommen wird. [Riemann Musik-Lexikon 1882, 676]

Parlando (1882)

Parlando (italienisch) = redend, gilt als Bezeichnung für die besondere Weise des Gesanges, die, sich mehr dem Reden nähernd, doch vom Rezitativ wesentlich unterschieden ist. Das Parlando oder der Parlandogesang wird in einzelnen Teilen...

Parlando (1879)

Parlando, parlante (italienisch), redend - bezeichnet, dass sich der Gesang mit gleichsam sprechendem Vortrag der Rede nähern soll. Das Parlando kommt oft in einzelnen kürzeren Stellen vor, wird aber auch auf ganze Tonstücke ausgedehnt....

Paraphrase (1929)

Paraphrase (griechisch), so viel wie Umschreibung, Bearbeitung mit ausschmückenden Zutaten. Durchaus unberechtigt ist der nicht seltene Gebrauch des Wortes für einfache, nicht verzierte Arrangements für andere Besetzung (Transkriptionen). [Einstein/Riemann Musiklexikon 1929, 1342]

Paraphonie (1929)

Paraphonie, griechisch, paraphone ("nebenher klingende") Intervalle nannte das spätere Altertum die Konsonanzen Quinte, Quarte, Duodezime und Undezime; die Oktave und Doppeloktave dagegen hießen Antiphonie ("Gegenklang" , "Gegensatz"). Vgl. C. Stumpf, Geschichte des Konsonanzbegriffs, I....

Affektenlehre (1929)

Affektenlehre, einflussreiche musikästhetische Theorie des 18. Jahrhunderts, die die Wirkung der Musik mit der Nachahmung und in der Erregung von Affekten begründete und auf dieser Begründung musikalisches Urteil und Kompositionslehre aufbaute. Vgl. H. Kretzschmar,...

Äolsharfe (1882)

Äolsharfe (Windharfe, Wetterharfe, Geisterharfe) ist ein langer, schmaler Resonanzkasten mit oder ohne Schallloch, auf dem eine (beliebig große) Anzahl im Einklang abgestimmter Darmsaiten aufgespannt ist. Die Saiten müssen von verschiedener Dicke sein, so dass...

Aequal (1929)

Aequal (lateinisch: aequalis, "gleich"), so viel wie achtfüßig (siehe Fußton), d. h. von "normaler" Tonhöhe, eine Bezeichnung für Orgelstimmen, die auf Taste groß C den Ton groß C geben; z. B. Aequalprinzipal. Vgl. auch...