Finale (1929)

Finale (italienisch, "Schlußsatz"), heißt heute der letzte Teil mehrsätziger (zyklischer) Kompositionen, besonders der Sonate und der nach gleicher Form gearbeiteten Werke (Trios, Quartette usw.), besonders dann, wenn er nicht den heiteren Charakter des Rondo hat, sondern ernstere, leidenschaftlichere Töne anschlägt und auch in der Faktur mehr dem ersten Satze nahesteht. Der letzte Satz einer Sinfonie heißt immer das Finale. J. J. Fux braucht den Namen Finale für die kurzen Schlußsätzchen der einzelnen Partiten seines Concentus. Vgl. Conclusion und Cloiture. In der Oper versteht man unter Finale die einen Akt abschließende Szene, die gewöhnlich ein größeres Ensemble (oft mit Chor) in Bewegung setzt. Vgl. Oper. [Einstein/Riemann Musiklexikon 1929, 507]