Musiklexikon: Was bedeutet Aubade?

Aubade (1929)

Aubade (sprich: obad'), vom provenzalischen alba, dem heutigen aube (Tagesgrauen) = Tagelied, bei den Troubadours und Minnesängern Gesänge, welche die Trennung der Liebenden beim Tagesanbruch zum Vorwurf haben (vgl. die Tagelieder in P. Runges Die Sangesweisen der Kolmarer Handschrift, 1896, das Witzlavs in der Jenaer Handschrift usw.), also das Gegenteil von Serenade. Wie der Name der letzteren, so ist auch der der Aubade auf Instrumentalmusiken (Morgenständchen) übergegangen (Lalo schrieb eine Aubade für Streich- und Blasinstrumente, Bizet für Gesang mit Klavier, St. Heller und Schulhoff für Klavier). Vgl. Georg Schläger, Studien über das Tagelied (1895), W. de Gruyter, Das deutsche Tagelied (1887, Dissertation). [Einstein/Riemann Musiklexikon 1929, 74]

Aubade (1882)

Aubade (vom provenzalischen alba, dem heutigen aube, "Morgenröte"), Tagelied, eine bei den Troubadouren sehr beliebte Art von Gesängen, welche die Trennung der Liebenden beim Tagesanbruch zum Vorwurf haben, also das Gegenteil von Serenade [sic. Siehe auch: Serena]. Wie der Name der letzteren, so ist auch der der Aubade auf Instrumentalmusiken übergegangen (besonders im 17. und 18. Jahrhundert). [Riemann Musik-Lexikon 1882, 49]