Wissen

Kolorieren (1929)

Kolorieren (von Color, siehe dort), verzieren, die - meist improvisierte - Ausschmückung einer Kernmelodie mit Figurationsmotiven, besonders gebräuchlich zur Bezeichnung der "stilgerechten" Zutaten der Organisten des 15. und 16. Jahrhunderts bei der Bearbeitung von Vokalsätzen...

Kolophonium, Geigenharz (1882)

Kolophonium (Geigenharz), ein nach der Stadt Kolophon in Kleinasien benanntes sehr hartes Harz, mit welchem die mit Pferdehaaren bespannten Bogen der Streichinstrumente gestrichen werden (der Rückstand von der Gewinnung des Terpentinöls aus Terpentin). [Riemann...

Kolomeika (1929)

Kolomeika (Kolomyika, Kalameika), Nationaltanz der karpathischen Ruthenen (ukrainischen Huzulen) im schnellen 2/4-Takt, meist mit einer langsamen Einleitung (Dumka). [Einstein/Riemann Musiklexikon 1929, 926]

Kolo (1929)

Kolo. Tanz der Serbokroaten, der begleitende Gesang auch von Instrumenten begleitet, wobei - wenigstens in Dalmatien - der Gesang vielfach in keiner Beziehung zum Instrumentenspiel steht (Heterophonie). [Einstein/Riemann Musiklexikon 1929, 926]

Kollektivzüge (1929)

Kollektivzüge sind in [um 1930] neueren Orgeln Registerzüge (durch Fußtritt oder Handgriff regiert), welche ganze Gruppen von Stimmen gleichzeitig in Aktion setzen. Sind diese Gruppen vom Orgelbauer zum voraus bestimmt, so hat man Kollektivzüge...

Catch (1929)

Catch (sprich: kättsch, "Haschen"), eine alte, in England bis heute [um 1930] beliebte Kompositionsgattung, ursprünglich ein drei- oder mehrstimmiger Kanon (im 13-Jahrhundert Rondellus, Rota) für Singstimmen, später unter dem sicher an die Florentiner Caccia...