Musiklexikon: Was bedeutet Melograph?

Melograph (1929)

Melograph (Pianograph, Eidomusikon), eine Vorrichtung an Klavieren, welche alles, was auf denselben gespielt wird, in einer mehr oder minder exakt dechiffrierbaren Notierung zu Papier bringt, so dass Improvisationen, die man so oft festzuhalten wünscht, damit tatsächlich fixiert werden.

Versuche, gute Melographen herzustellen, sind in großer Zahl gemacht worden (Adorno 1885, B. A. Bertini 1812, Careyre, Carpentier 1889 mit elektrischem Strom, Clifton 1816, Creed zirka 1745, Eisenmenger 1838, v. Elewyck, Engramelle 1775, Guérin 1844, Hohlfeld 1852, Keller, Koppensteiner 1913, Pape, Stanhope - Allg. M.Ztg. VI, 1804, Sp. 751, Schmeil 1850, Laurenz Kromar 1906, Unger 1752, 1774, Witzels). Die in Schillings Lexikon beschriebene Phantasiermaschine ist keine Notenschreibmaschine. Vgl. Mechanische Musikwerke (Reproduktionsklaviere) und Sprechmaschinen (Phonograph, Grammophon). [Einstein/Riemann Musiklexikon 1929, 1150]

Melograph (1877)

Melograph = Notensetz- oder Schreibmaschine, eine Vorrichtung am Klavier, welche das, was darauf gespielt wird, von selbst in Noten setzt. Die erste Idee zu einer solchen Maschine geht von dem Geistlichen Creed in London aus (1747). Ein Jahr darauf fasste der Bürgermeister Unger in Eimbeck dieselbe Idee und legte dann 1752 eine nach seinem Plan von dem Mechanikus Hohlfeld zu Berlin verfertigte Maschine der Akademie zur Prüfung vor. Seit der Zeit sind mehrere ähnliche Maschinen zu demselben Zweck erfunden worden, aber bisher hat noch keine allgemeinere Verbreitung und Anwendung gefunden. [Mendel/Reissmann Musikalisches Lexikon 1877, 117]