Herunterstrich (1882)

Herunterstrich heißt beim Violinspiel die Bewegung, während deren der Bogen die Saiten zuerst mit dem Griffende (am Frosch) und zuletzt mit der Spitze berührt (bei Cello und Kontrabass auch Herstrich); das Gegenteil ist der Hinaufstrich (Hinstrich). Für kräftige Akzente ist der Herunterstrich dem Hinaufstrich vorzuziehen, für Akkorde, die von den tieferen Saiten nach den höheren herübergerissen werden, ist er selbstverständlich (z. B. g d' h' g''). [Riemann Musik-Lexikon 1882, 390]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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