Durchgang, Transitus (1807)

Durchgang, Transitus, bezeichnet diejenigen Töne oder Akkorde, die auf die schwachen oder unakzentuierten Teile oder Glieder des Taktes fallen. Man braucht daher dieses Wort

  1. anstatt des Kunstfortes [Fachbegriffs] Arsis oder schlechter Taktteil, denn man pflegt z. B. zu sagen, der Dominantenakkord sei im Durchgange gebraucht, wenn er im schlechten Taktteil angeschlagenworden ist;
  2. braucht man es bei denjenigen nicht zur Harmonie gehörigen Tönen, die in dem Nachschlage stehen und die man durchgehende Noten nennet.

[Koch Handwörterbuch Musik 1807, 124]

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