Zwischenspiel (1879)

Zwischenspiel, so viel wie Intermezzo, lat. Interludium, Diludium, kurzer Satz oder Akkordenfolge beim Choralspiel, wodurch von einer Verszeile des Chorals zu dem Ton und Akkord, mit welchem die folgende Verszeile anfängt, übergeleitet wird.

In der neueren Zeit ist viel für und wider die Zwischenspiele geschrieben worden. Die Zwischenspiele dürfen nicht bloße Verzierungen oder dem Charakter des Chorals widersprechende Figuren enthalten, sonst nennt man sie "Schulmeisterzwirn". Sie sollen Einfachheit und Natürlichkeit mit religiösem Ernst verbinden. An den Zwischenspielen erkennt man den tüchtigen Organisten.

Zwischenspiel ist auch der Übergang von einem Kirchengesange zum andern. [Riewe Handwörterbuch 1879, 293]