Tambourin, Tamburetto (1879)

Tambourin (franz.), Tamburetto (ital.), Handpauke, Schellentrommel, ein mit einer Haut überspannter metallener oder hölzerner Reif, der ringsum mit kleinen Schellen oder Glöckchen besetzt ist. Der Reif wird in der linken Hand in verschiedenen Wendungen herumgedreht und mit dem nassgemachten Daumen der rechten Hand auf dem Fell im Kreise umher gefahren oder zur Markierung des Rhythmus mit der Faust auf dasselbe geschlagen, wodurch abwechselnd Läufer, Triller, gezogene und geschlagene Basstöne, verbunden mit Schellengeklingel hervorgebracht werden.

Das größere Tambourin, Mohren- oder Maurentrommel, hat insbesondere den Namen Tambour de basque, von Biscaya, wo man es zu Volksliedern und Nationaltänzen spielt. Wie bei den Spaniern ist das Tambourin auch bei den Ungarn, Orientalen etc. zu Nationaltänzen gebräuchlich. Das Tambourin wird auch beim Ballet angewendet, wozu die Musik in einem lebhaften 3/4-Takt besteht. [Riewe Handwörterbuch 1879, 253]