Gigue, Giga, Hüpfer (1840)

Gigue (franz.), Giga (ital.), Hüpfer. Eine veraltete Tanzmusik im 6/8- oder 12/8-Takt, bestehend aus zwei achttaktigen Reprisen. Die gewöhnlichen oder englischen Giguen, sagt Mattheson, haben zu ihrem Abzeichen einen hitzigen und flüchtigen Eifer, einen Zorn, der bald vergeht. Die canarischen müssen große Begierde und Hurtigkeit mit sich führen, aber dabei ein wenig einfältig klingen. Die welschen zwingen sich gleichsam zur äußersten Schnelligkeit.

Vormals bediente man sich der Gigue auch in größeren Tonstücken, wo sie dann zu bedeutenderem Umfange entwickelt wurde. Es gibt sehr hübsche Kompositionen der Art von älteren Meistern, z. B. von J. W. Häßler. [Gathy Encyklopädie Musik-Wissenschaft 1840, 169]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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