Arpeggio, Arpège (1840)

Arpeggio, Arpège, Brechung, Harfiren [sic]; beim Pianofortespiel ein schnelles Nacheinanderanschlagen der Töne eines Akkords von unten herauf, unter gehörigem Aushalten der Töne nach ihrer Gattung. Die verschiedenen Bruchzeichen:

Arpeggio (Gathy 1840)

Arpeggio, Notationsweisen um 1840

Sollen nach der Brechung die Finger auf gewissen Haupttönen ruhen bleiben, so werden diese Töne durch größere Noten bezeichnet, siehe b) [in obiger Abbildung]. Soll gar kein Ton ausgehalten werden, so bezeichnet man den Akkord mit einem Abstoßzeichen oder mehrere Akkorde durch Staccato, oder man setzt Pausen zwischen die Akkorde, siehe c).

Ehemals arpeggierte man auch von oben herunter, eine Art der Brechung, die neuerdings [um 1840] selten gebraucht wird; dies wurde durch ein Häkchen oben am Brechungszeichen angezeigt, wie bei d). [Gathy Encyklopädie Musik-Wissenschaft 1840, 20]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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