A capriccio (1879)
A capriccio (italienisch), nach Laune, Belieben. Der Tonsetzer überlässt damit die Bestimmung des Tempo oder die Ausführung einer Kadenz der Willkür des Spielers oder Sängers, nicht aber des Vortrags im Allgemeinen, denn es ist...
A capriccio (italienisch), nach Laune, Belieben. Der Tonsetzer überlässt damit die Bestimmung des Tempo oder die Ausführung einer Kadenz der Willkür des Spielers oder Sängers, nicht aber des Vortrags im Allgemeinen, denn es ist...
A capella (alla capella), ital., nach Art des Kirchen- oder Kapellstils für Gesangstimmen allein, ohne Begleitung der Instrumente, so wie die Sänger in der päpstlichen Kapelle singen. Deshalb auch so viel wie alla breve....
Abweichung, die bei Tänzen, Märschen, Variationen etc. mit Wiederholung ihrer Teile (Strophen) vorkommende Veränderung des Schlusstaktes oder Satzes, so dass derselbe beim zweiten Male anders klingt, wodurch entweder eine bessere Vorbereitung zu dem Folgenden...
Abschnitte, diejenigen Ruhepunkte einer Melodie, welche einen Teil von weniger bestimmtem Umfang begrenzen, also Glieder ohne besondere wesentlich zu unterscheidende Merkmale. [Riewe Handwörterbuch 1879, 2]
Absatz, der längere Ruhepunkt, der kürzere Abschnitt, welcher in einer Tonfolge da eintritt, wo eine musikalische Periode (siehe dort) schließt und eine andere anfängt. [Riewe Handwörterbuch 1879, 2]
Abruption (lat.), die Abbrechung, das plötzliche Verstummen in der Musik oder im Gesang; eine plötzlich eintretende Pause. [Riewe Handwörterbuch 1879, 2]
Ab initio (lateinisch), vom Anfang; so viel wie da capo. [Riewe Handwörterbuch 1879, 2]
A battuta (di tempo), italienisch, nach dem Taktschlage, im Tempo, d. h. wo das unterlassene Zeitmaß wieder beginnen soll, so viel wie a tempo. [Riewe Handwörterbuch 1879, 1]
Rubrik: Accentus ecclesiasticus / Handwörterbuch Tonkunst 1879
von F. Riewe · Published 11. März 2024
Accentus ecclesiastici (lateinisch), die Stimmenbeugung des Geistlichen beim Absingen vor dem Altare, halb Gesang, halb Leseton. [Riewe Handwörterbuch 1879, 3]
Mi contra fa (italienisch), unharmonischer Querstand (siehe dort); daher der lateinische Reim: "Mi contra fa est diabolus in musica." [Riewe Handwörterbuch 1879, 160]
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