Autor: Arrey von Dommer

Bauernleyer (1865)

Bauernleyer [heutige Schreibweise: Bauernleier], Lyra rustica, pagana, deutsche (- tedesca) oder Bettler-Leyer; französisch: Vielle. Sehr altes Saiteninstrument, bestehend aus einem der Viola d'amore ähnelnden, mit sehr hohen Zargen versehenen Resonanzkörper, der nach dem Kopfe...

Batterie (1865)

Batterie. Eine Setzmanier, das Fortschreiten von Akkord zu Akkord durch eine ähnliche, aus den Intervallen derselben bestehende, auch mit einem oder mehreren Nebentönen untermischte gebrochene Figur, zum Beispiel: [Dommer Musikalisches Lexicon 1865, 98]

Battement (1865)

Battement, battimento. Eine dem (wiederholten, trillerartigen) Mordent ähnliche Spielmanier, nur darin von ihm sich unterscheidend, dass ihre Hilfsnote nicht, wie bei dem eigentlichen Mordent, auf die Hauptnote folgt, Notenbeispiel a), sondern ihr (auf der...

Bauernflöte (1865)

Bauernflöte, Bäuerlein, Feldflöte, eine kleine, weit mensurierte Pedalstimme der Orgel, daher auch Bauerflötbass genannt, doch nur von 4, 2, sogar 1 Fußton und unangenehm heulender Intonation. Glücklicherweise ganz veraltet. [Dommer Musikalisches Lexicon 1865, 99]

Baton (1865)

Baton [Bâton], französisch, Stab oder Stock, Benennung der großen Pausen von zwei und mehr Takten; Baton à deux mesures, die Pause von zwei Takten; Baton à quatre mesures, die Pause von vier Takten. Baton...

Basset (1865)

Basset [Bassett], Bassetchen [sic], Bassetto, Diminutiv von Basso. Benennung derjenigen Stimme in mehrstimmigen Tonsätzen, die, so lange die eigentliche Bassstimme schweigt, die zeitweilig tiefste oder Grundstimme ausmacht. Also in Motetten, Fugen und anderen polyphonen...

Barock (1865)

Barock, barocco, nennt man in der Kunst wie auch im gewöhnlichen Leben, was durch verworrene Überladung mit heterogenen Einzelheiten und prätentiösen Sonderbarkeiten als Ausdruck einer ebenso verworrenen wie überspannten Empfindung und Vorstellung sich kundgibt....

Barcarolen (1865)

Barcarolen [heutige Schreibweise: Barkarolen], Barquaroli, Lieder der Gondolieri zu Venedig, welche sie beim Rudern der Gondel sowohl als auch auf den Straßen singen oder vielmehr sangen, denn gegenwärtig [um 1865] scheinen sie ziemlich verstummt...