Taktstrich (1807)

Taktstrich. Die senkrechten Striche durch das Liniensystem zwischen den Noten, deren man sich bedient, um teils diejenigen Noten, welche den grammatischen Akzent haben, teils auch die Notenfiguren, die aus der Zergliederung der Hauptnoten des Taktes hervorgehen, leichter zu übersehen, und die man Taktstriche nennt, sind erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts allgemein eingeführt worden, als man angefangen hatte, in einem und eben demselben Tonstücke die melodischen Hauptnoten auf mehr als eine Art in Noten von geringerem Werte zu zergliedern. Siehe Takt. [Koch Handwörterbuch Musik 1807, 353]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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