Klirrtöne (1840)

Klirrtöne. Bekanntlich erklingt eine Saite um so tiefer, je länger sie ist. Chladni erwähnt eine in dieser Hinsicht auffallende Erscheinung. Wenn man einer aufgespannten Saite einen Steg so untersetzt, dass sie nicht fest aufliegt, sondern ihn nur schwach berührt, und man reißt [zupft] die Saite so, dass sie senkrecht auf diesen Steg aufschlägt, so gibt sie einen Ton, der tiefer ist (bei dem Stand des Stegs unter der Mitte der Saite z. B. eine Quinte tiefer) als ihr natürlicher Ton, wenn sie ganz und ungehindert schwingt. Diese tieferen Töne werden von Chladni Klirrtöne genannt (Versuche zu deren Erklärung in Chladnis Akustik und in der Allg. Mus. Zeitung 1816 S. 17). [Gathy Encyklopädie Musik-Wissenschaft 1840, 257]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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