Autor: Arrey von Dommer

Melodieführung (1865)

Melodieführung. Im Allgemeinen die Fortschreitung eines Gesanges von einem Tone zum andern. Speziell die Führung eines Cantus firmus in der einen oder anderen Stimme, während die übrigen dagegen kontrapunktieren. [Dommer Musikalisches Lexicon 1865, 542]

Melodie (1865)

Melodie ist einstimmige Tonfolge. Man gebraucht diesen Terminus in zweifachem Sinne: in einem ganz allgemeinen, für einstimmige Tonfortschreitung, Tonverbindung im Nacheinander schlechthin, nur zum Unterschiede von Harmonie, dem gleichzeitigen Erklingen mehrerer Töne oder Tonfortschreitungen;...

Melodicon (1865)

Melodicon [sic]. Ein von Peter Rieffelsen zu Kopenhagen im Jahre 1800 erfundenes und verfertigtes Klaviatur-Instrument, an welchem sämtliche Töne des ganzen Umfanges durch Stimmgabeln hervorgebracht wurden. Der tiefste Ton war das kleine c. Die...

Melisma, melismatisch (1865)

Melisma, melismatisch. Die Umschreibung und Ausschmückung melodischer Hauptnoten durch Neben- (Wechsel-, durchgehende) Noten, indem sie hinsichtlich ihres Wertes in eine an Summe ihnen gleichkommende Anzahl kleinerer Teile aufgelöst werden. Indem die Melismen aus Zerkleinerung...

Markiren (1865)

Markiren [heutige Schreibweise: Markieren] (marcare - marcato), heißt einen Ton im Vortrage durch stärkeren Anschlag merklich hervorheben, mit besonderem Nachdruck intonieren. Unter einem markierten Vortrag versteht man einen solchen, worin die Akzente kräftig betont...