Schwulst, schwülstig (1807)

Schwulst, schwülstig. Man versteht darunter diejenige Art von falscher Größe in den Gedanken und im Ausdrucke, die daraus hervorgeht, wenn man den Mangel an Genie und Geschmack durch den leeren Pomp hochtönender Ausdrücke zu ersetzen glaubt. Siehe Abenteuerlich.

"Der Schwulst (sagt [Johann August] Eberhard in seinem Handbuche der Aesthetik), der aus der Vergesellschaftung großer Umgebungen mit kleinlichen Gegenständen entstehet, ist bloß lächerlich. Er ist daher in den niedrigen Werken der lachenden Muse eine reiche Quelle des Burlesken." [Koch Handwörterbuch Musik 1807, 314]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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