Nagelclavier (1840)

Nagelclavier [sic]. Ein 1791 von Träger zu Bernburg erfundenes Tasteninstrument. Es hat volle fünf Oktaven und steht eine Oktave höher als unsere Claviere. Der innere Mechanismus besteht aus Eisenstiften, welche in vier Reihen horizontal übereinander in einem Stimmstock geordnet und unter denen ebenso viele kleine hölzerne Walzen angebracht sind, welche vermittelst eines angebrachten Schwungrades, das mit dem Fuß gedreht wird, im beständigen Umtrieb erhalten werden. Über diese Röllchen geht ein mit Geigenharz bestrichenes Leinenband ganz nahe an den Stiften, so dass dasselbe bei ganz leisem Druck der Taste an die Stifte angedrückt wird, wodurch sich ein der Harmonica ähnlicher Ton erzeugt. [Gathy Encyklopädie Musik-Wissenschaft 1840, 323]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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