Da Capo (1840)

Da Capo, vom Anfang, von vorn; zeigt die Wiederholung eines Satzes an, die bis zu dem Schlusszeichen oder bis zum Worte Fine geschehen soll. Auch Da Capo il fine oder sin'al fine. Scarlatti führte zuerst das Da Capo ein - und zwar in seiner Oper Theodora (1693). Früher findet man diesen Ausdruck nirgend [sic], auch nicht in den Werken Colonnas, Scarlattis Zeitgenossen. Seitdem ist der Gebrauch desselben allgemein geworden. Diese Neuerung gefiel anfangs so sehr, dass Gasparini in einer seiner Opern (Il Tartaro nella China) das Da Capo am Schlusse einer jeden Arie anbrachte. Auch ist das Da Capo ein den Italienern entlehnter Zuruf für den Sänger oder Instrumentalisten, ein vorgetragenes Stück zu wiederholen. [Gathy Encyklopädie Musik-Wissenschaft 1840, 89]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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