Authentische Töne (1840)

Authentische Töne werden die vier Töne genannt, welche von dem heiligen Ambrosius für den Kirchengesang festgesetzt und für beständig bestätigt wurden (daher die Benennung). Diese Töne sind d, e, f, g, übereinstimmend mit der alten dorischen, phrygischen, lydischen und mixolydischen Tonart. Sie werden auch ungerade genannt, weil späterhin jeder einzelne derselben einen Nebenton erhielt (siehe Plagalisch), wonach auf diese vier authentischen Töne die ungeraden Zahlen 1, 3, 5, 7, auf die Nebentöne die Zwischenzahlen 2, 4, 6, 8 fielen. [Gathy Encyklopädie Musik-Wissenschaft 1840, 25]

Die Informationen in unserem Online-Lexikon stammen aus historischen Musiklexika des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein empfehlenswertes modernes Musiklexikon für den Hausgebrauch ist das 5-bändige "Brockhaus Riemann Musiklexikon".
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