Gehörtraining elektronische Klänge

elektronische Klänge (Screenshot)

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Unser kleines Online-Programm elektronische Klänge legt den Schwerpunkt auf die auditive Identifikation von Klängen bzw. Geräuschen. Als Klangmaterial stehen die Grundwellenformen der Elektronischen Musik (Sinus, Dreieck, Rechteck…) in unterschiedlichen Tonhöhen (Frequenzen 100Hz, 200Hz, 300Hz, 400Hz) zur Verfügung, von denen jeweils eine vom Programm vorgespielt wird. Anschließend wartet das Programm auf Ihre Lösungseingabe. Mit Auswahl eines der drei Module legen Sie den Trainingsschwerpunkt auf die Erkennung von „Klangfarben (Wellenformen)“, „Tonhöhen (Frequenzen)“ oder „Wellenformen und Freuquenzen“ gleichzeitig.

Bedienungsanleitung

Vorwort

Die im Rahmen eines musikwissenschaftlichen Studiums oder einer musikalischen Ausbildung angebotenen Gehörbildungskurse konzentrieren sich in aller Regel – auch heute noch – auf die Vermittlung von Fähigkeiten, das Notierte oder Notierbare der Musik unseres Kulturkreises auditiv zu erfassen und – spätestens bei den Prüfungen – wieder schriftlich zu fixieren. Und noch spezieller, die sogenannten zentralen Toneigenschaften Tonhöhe und Tondauer, die sich durch die Verschriftlichung der Musik als solche etablierten, stehen im Mittelpunkt konventioneller Übungen zur Gehörbildung.

Paradigmatisch für die Konzentration des Faches Gehörbildung auf konventionell notierte Musik mag folgendes Zitat stehen:

„Ohne die Beherrschung der Notenschrift kann musikalisches Hören nicht funktionieren (will es sich nicht mit einer zweifelhaften ‚Sensibilisierung‘ bescheiden, der sich eine feinsinnige Differenzierung von Geräuschen oder bloßem ‚hoch‘ und ‚tief‘, ‚hell‘ und ‚dunkel‘ verdankt).“ [Clemens Kühn, Gehoerbildung im Selbststudium*, München und Kassel 1988, S. 10.]

Mit unserem Trainingsprogramm „elektronische Klänge“ möchten wir nun den Klang als zentrale musikalische Eigenschaft in das Blickfeld der Übungen zur Gehörbildung rücken. In diesem Sinn und aufgrund technischer Beschränkungen will und kann es nur ein Fingerzeig sein auf die Bedeutung des Parameters Klang für die Kompositionen seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, seit der Emanzipation des Klanges gegenüber den bis dato bedeutenderen Einheiten Tonhöhe und Tondauer, wobei die seit den 1950er Jahren entstandenen Kompositionen Elektronischer Musik mit ihrem zunächst aus Apparaturen der Meß- und Prüftechnik gewonnenen klanglichen Grundmaterial exemplarisch für diese Entwicklung einstehen mögen.

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Aufgrund technischer Beschränkungen bei Entstehung des Gehörtrainings vor mehr als zehn Jahren mussten wir uns auf einen sehr eingeschränkten Frequenzbereich und auf wenige Wellenformen konzentrieren; letztere sind zudem keine exakten Abbilder der benannten Grundwellenformen Sinus, Rechteck etc. Wegen der besonderen physikalischen Beschaffenheiten der elektronischen ‚Grundwellen‘ konnten wir die mp3-Codierung zur Reduzierung der Dateigröße nicht einsetzen, andererseits wäre das Programm mehrere MBs groß geworden, hätten wir die Klänge in ‚CD-Qualität‘ integriert. Das Klangmaterial stellt daher einen Kompromiß dar zwischen Dateigröße und Klangtreue. Dennoch schärft unser kleines Trainingsprogramm hoffentlich das Bewusstsein für das Phänomen Klang und gibt Hilfestellung beim Einüben der Fähigkeit zum relativen (vergleichenden) Klanghören.

Starten des Programms

Um mit dem Trainingsprogramm „elektronische Klänge“ arbeiten zu können, benötigen Sie den sogenannten Flashplayer, der als Erweiterung der gängigen Internet-Browser in aller Regel bereits integriert ist. Nötigenfalls können Sie dieses Plugin kostenlos von adobe.com herunterladen, um es anschließend zu installieren. Allerdings wird dieses Plugin für einige ‚mobile‘ Betriebssysteme nicht angeboten!

Zudem sollten Sie Lautsprecher oder Kopfhörer verwenden, die Frequenzen ab 100Hz abstrahlen können, da Sie sonst die tiefsten elektronischen Klänge unseres Programms nicht oder nur verfälscht hören werden. Besonders die Wellenform „Sinus“ wird bei 100Hz nicht zu hören sein, falls Sie billige PC-Lautsprecher verwenden, deren Frequenzbereich üblicherweise erst bei ca. 200Hz beginnt.

Nach dem >> Aufruf des Gehörtrainings werden zunächst alle integrierten Klänge geladen, anschließend sollte es auf Ihrem Bildschirm erscheinen. Nach einem Klick auf die Schaltfläche „Vorspielen“ präsentiert Ihnen das Trainingsprogramm einen ersten zu erratenden Klang, den Sie sich sodann durch Mausklicks auf „Wiederholen“ erneut vorspielen lassen können, um ihn schließlich durch das Drücken einer Schaltfläche der Lösungseingabe (rechts am Bildschirm) in Klangfarbe (Wellenform) und/oder Tonhöhe (Frequenz) zu bestimmen.

War Ihre Eingabe korrekt, verdeutlicht Ihnen dies der grün aufscheinende Smiley, und Sie können über die Schaltfläche „Vorspielen“ einen nächsten Klang anfordern. Bei falscher Eingabe sollten Sie sich den Klang noch einmal vorspielen lassen (Schaltfläche „Wiederholen“) und vielleicht auch versuchen, mit Hilfe des Klanggenerators durch Vergleichshören die richtige Lösung herauszufinden.

Durch das Anstellen der „auto“-Funktionen können Sie übrigens das Programm veranlassen, jedesmal nach korrekter Lösung automatisch einen neuen Klang vorzustellen bzw. nach falscher Lösungsauswahl den zu erratenden Klang zu wiederholen.

Der Klanggenerator

Klanggenerator-WellenformenMit Hilfe des Klanggenerators im unteren Bildschirmbereich können Sie sich jederzeit die unterschiedlichen Wellenformen mit den Frequenzen zwischen 100Hz und 400Hz vorspielen lassen, um sich diese einzuprägen oder hörend Vergleiche zu ziehen mit dem zur Zeit zu erratenden Klang.

Hierzu wählen Sie per Mausklick zunächst eine Frequenz aus (100 200 300 400 Hz), um sich dann durch weitere Mausklicks auf die Schaltflächen des Generators mit den symbolisch dargestellten Wellenformen die entsprechenden Klänge in der eingestellten Tonhöhe/Frequenz anzuhören. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften von weißem und rosa Rauschen hat die Frequenzwahl auf dessen Klangcharakteristika selbstverständlich keinen Einfluß.

Mit dem Schieberegler am rechten Rand des Klanggenerators lässt sich zudem die Lautstärke der Klänge bzw. Geräusche regulieren.

Integrierte Module

Mit den Schaltflächen unten rechts des Trainingsprogramms können Sie eines der drei integrierten Module auswählen. Durch Aktivierung des ersten Moduls „Wellenform“ konzentrieren Sie sich auf das Erraten der unterschiedlichen Klangfarben bzw. Schwingungsformen bei feststehender Tonhöhe, wobei Sie die Frequenz selbst bestimmen können, indem Sie im oberen Bereich der Lösungseingabe zwischen 100, 200, 300, 400 Hz auswählen.

Im zweiten Modul „Frequenz“ verhält es sich anders herum: Hier legen Sie durch Klicken auf das entsprechende Symbol zunächst fest, welche Wellenform gespielt werden soll, um dann die Frequenz/Tonhöhe des vorgespielten Klanges zu erraten.

Das dritte Modul „Wellenform+Frequenz“ schließlich ist eine Kombination aus beidem – sowohl Wellenform als auch Frequenz werden vom Programm per Zufallsgenerator ermittelt und müssen von Ihnen herausgehört werden.